Konzeptstudie zu Nutzung und Technik des Public Telescope gestartet

Mission Statement für das Vorhaben

Im Rahmen der in Heidelberg begonnenen Studie wird in den nächsten 3 Monaten die Basis geschaffen, die für eine genaue Abschätzung der Kosten und für die Beschaffung der Finanzierung notwendig ist. Hierzu gehören vor allem:

  • Die Abgrenzung des Einsatzes des Weltraumteleskops. Amateure, Wissenschaftler, Bildungsexperten und Privatnutzer werden formulieren, wofür sie das Teleskop oder den Satelliten konkret benutzen möchten. Das wird nicht ganz einfach sein, weil das Weltraumteleskop Neuland ist. Deswegen wird dieser Bereich der Studie von erfahrenen Experten geführt, die bereits Weltraumteleskope ebenutzt haben. Diese werden ausgewählte Personen in Deutschland befragen.
  • Die Formulierung der funktionalen und technischen Anforderungen an das Teleskop und den Satelliten, das sind vor allem Teleskopgröße, Instrumente, Orbit, Rechenkapazität, Strombedarf etc. Hier können die Studienteilnehmer auf den Ergebnissen der Einsatzbestimmung des Teleskops aufsetzen. Um möglichst konkrete Ergebnisse erzielen zu können, wird die Studie von einer existierenden Satellitenplattform ausgehen, dem TET-1. Neben den Anforderungen an den Satelliten werden ebenso die Anforderungen an den Betrieb formuliert werden, um später abschätzen zu können, welche Aufwände für die Entwicklung einer Software erforderlich sind und welche andere Infrastruktur für die Benutzung des Teleskops benötigt wird.
  • Die Ausarbeitung der Argumente, warum ein Weltraumteleskop benötigt wird. Geldgeber lassen sich nur mit schlüssigen Argumenten und Fakten überzeugen. Die Studie muss daher konkret beschreiben, warum die gewünschten Beobachtungen wichtig sind und warum diese Beobachtungen am besten aus dem Orbit erfolgen müssen. Selbstverständlich sind darüber hinaus auch  die "weichen" Argumente wichtig.

Die zusammengefassten Ergebniss der Studie werden das Mission Statement bilden - eine für jeden verständliche Beschreibung des Einsatzes, des Nutzens und der technischen Anforderungen.

Das Weltraumteleskop wird fliegen!

Am Ende des Tages war man sich in Heidelberg einig: Bis zum Start des Weltraumteleskops für jedermann müssen noch einige Hürden genommen werden. Deshalb werden in den nächsten Wochen und Monaten verschiedene Studien über das Weltraumteleskop angefertigt, damit Wissenschaft und Forschung, Studenten und Schüler sowie jeder der sich für ferne Sterne und Galaxien interessiert, möglichst bald in den Weltraum blicken kann. Letztendlich trennte man sich durchaus enthusiastisch und voller Tatendrang und kam dem gemeinsamen Ziel von einem Weltraumteleskop auf jeden Fall ein ganzes Stück näher.