Hubble Space Telescope Ingenieur erarbeitet Satellitendesign für Public Space Telescope

Seit Januar 2015 unterstützt der Ingenieur Hans Kröger die Entwicklung des deutschen Weltraumteleskops Public Telescope. Hans Kröger ist eine Kapazität im wissenschaftlichen Satellitenbau.Er arbeitete in verantwortlichen Positionen für Bau und Betrieb des Hubble Space Telescope sowie der Envisat Umweltbeobachtungsmission.

Hans Kröger hat bereits im Alter von 14 Jahren seine ersten Raketen gebaut. Später studierte er Nachrichtentechnik an der Technischen Universität München und begann seine berufliche Laufbahn in der Satellitentechnik bei Dornier.

Im Jahr 1978 trat Kröger dem internationalen Entwicklungsteam des Hubble Space Telescope bei und war dort 13 Jahre für Design, Inbetriebnahme und In-Orbit-Verifikation der Faint Object Camera (FOC) verantwortlich. Die Faint Object Camera wurde von 1990 bis 2002 im Hubble Space Telescope zur Beobachtung extrem lichtschwacher astronomische Objekte im visuellen und ultravioletten Spektralbereich eingesetzt. Sie ist Quelle vieler wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

Hubble Space Telescope

 

Ab dem Jahr 1994 arbeitet Kröger 8 Jahre für die Umweltsatelliten-Mission Envisat. Er betreute Design, Inbetriebnahme und In-Orbit-Verifikation des Instruments SCIAMACHY und verantwortete den Bereich Betrieb. SCIAMACHY steht für Scanning Imaging Absorption Spectrometer for Atmospheric Chartography. Dieses Instrument ist ein Spektrometer zur Untersuchung der Erdatmosphäre in unterschiedlichen Spektralbereichen. Im Rahmen seiner Tätigkeit für SCIAMACHY erstellte Kröger das Handbuch für den Betrieb des Instrumentes, das als Vorbild für weitere Satellitenmissionen dienen soll.

Envisat Space Mission

Sein Engagement für das deutsche Weltraumteleskop Public Telescope beschreibt Kröger so: „Ich möchte meine Erfahrungen einbringen in ein Satellitenprojekt, das einen wesentlichen Beitrag leisten wird für den öffentlichen Zugang zu einem Weltraumteleskop. Ich bin davon überzeugt, dass die Beschäftigung mit Astronomie ein wesentlicher Beitrag sein kann zum Selbstverständnis des Menschen. Dabei kann es nicht ausbleiben, dass dies auch zu mehr Respekt gegenüber unserem Planeten führt, und uns die Überheblichkeit des Menschen beim Umgang mit der Natur bewusst macht.

Letztendlich versucht Astronomie den Ursprung und die Entwicklung des Universums zu erklären. Der heutige Wissensstand (der Kosmologie) zeigt uns dabei nicht nur die Grenzen der klassischen Physik. Er zeigt uns auch, wie sehr der menschliche Verstand eingeschränkt ist als Folge der Evolution der Sinneswahrnehmungen in unserem dreidimensionalen direkten Umfeld, also wie wenig wir eigentlich wissen und verstehen von unserem vieldimensionalen Universum. Im Endeffekt führt die Beschäftigung mit Astronomie zu Bescheidenheit, einer heute eher seltenen Tugend.

Hierbei werden auch Fragen nach Glaube und Religion sehr spannend, wenn sie mit den wissenschaftlichen Thesen konfrontiert werden. Schließlich soll mein Engagement für das Public Telescope auch zeigen, wie man als Rentner einem wichtigen Projekt freie Zeit widmen kann, ganz ohne Profitgedanken. Vielleicht kann ich damit den einen oder anderen anstecken….

 

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